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5│Kreuz an der B 519, vor der Kurve am Umspannwerk

Lage und Standort: Flur 30 Flurstück 2/1 Ausrichtung Nordwest. Koordinaten: N 50° 03.724‘; E 8° 26.032‘
Form/Stilrichtung: Spätbarock (1855 war bereits Zeit des Klassizismus)
Material: Roter Mainsandstein, Bildhauerqualität

Das hohe Postament ist mit typisch barocken Voluten verziert.

Das Kreuz wurde bei einem Unfall 2009 stark beschädigt. Durch die Kostenübernahme der Versicherung des Unfallverursachers konnte das Kreuz durch den Steinmetzbetrieb Frank Schmidt Eltville fachgerecht renoviert werden, inklusive eines neuen Korpus. Der metallene Korpus wurde 2012 gestohlen und durch einen neuen ersetzt. Dies wurde vom Steinmetzbetrieb Andreas Finger aus Lorsbach ausgeführt. Die Kosten übernahm der Verein für Heimatgeschichte Marxheim e. V.

Weitere Details, siehe Broschüre Sandsteinkreuze 2020 von Josef Noll.

Eigentümer: ist dem Verein für Heimatgeschichte Marxheim e.V. bekannt.

Zeitgeschehen in der Region:

Regierung: Herzog Adolph Wilhelm Carl August Friedrich von Nassau-Weilburg (* 24. Juli 1817 auf Schloss Biebrich in Biebrich; † 17. November 1905 in Schloss Hohenburg, Bayern.)

Es konnten für die Region keine außergewöhnlichen Ereignisse für diesen Zeitraum festgestellt werden.

Inschrift:

Wo ist ein Schmerz der gleicht dem Meinigen

Dieses Kreuz wurde gesetzt von Phillip Christ und dessen Ehefrau Gerdrut, geb. Henninger von Marxheim 1855

Text aus:
Die Klagelieder, erstes Klagelied 1,12.

Foto: Hans Colloseus

Die Menschen/Stifter:

Aus den Marxheimer Kirchenbüchern konnten folgende Informationen über die Personen ermittelt werden:

Philipp Christ, geb. 25. Dezember 1814, gest. 26 Juni 1893, Alter 78 Jahre.
Beruf: Ackersmann

Gertrud Henninger, geb. 14. Juni 1813, gest. 15. April 1887, Alter 73 Jahre

Heirat: 17. Mai 1840

Das Ehepaar hatte zwei Kinder, die das übliche Erwachsenenalter erreichten.

Als das Kreuz errichtet wurde, war Philipp 40/41 Jahre, seine Frau Gertrud 42 Jahre alt.

Stiftungsgrund könnte der fünfzehnte Hochzeitstag des Paares sein.

©Verein für Heimatgeschichte Marxheim e.V.

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